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Aktuelles

02.05.17
Verkehrsunfall mit zwei Pkw`s Münchner Straße
Heute Mittag kam es auf der Münchner Straße Höhe Elisabethstraße zu einem Verkehrsunfall. Ein auf der Münchner Straße ... mehr lesen

21.04.17
Kellerbrand in der Richard-Strauss-Straße
Kurz vor 23.00 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Ingolstadt den Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Freiwillige ... mehr lesen

15.04.17
Wohnungsbrand in der Schubertstraße
Eine aufmerksame Nachbarin ist heute Abend auf den Warnton eines Rauchmelders in einer Wohnung in der Schubertstraße aufmerksam ... mehr lesen

09.04.17
PKW fährt gegen Brückengeländer
Ein mit zwei Personen besetzter Mercedes fuhr die Hans-Denk-Straße Richtung Zuchering, nach einer Linkskurve kollidierte der ... mehr lesen

 

Schichtmodell bei der Berufsfeuerwehr Ingolstadt

24 Stunden - 365 Tage im Jahr, befinden sich 19 Feuerwehrmänner in der Feuerwache, um schnellstmögliche Hilfe im Stadtgebiet Ingolstadt und der Region 10 zu gewährleisten.
 
In einem speziellen Schichtsystem wird auf Mindestbesetzung, Sonderfunktionen wie Taucher, Höhenretter, Rettungsassistenten und Disponenten, Aus- und Fortbildung und natürlich den Urlaubswünschen der Mitarbeiter reagiert.
 
Die im Jahre 2006 in Kraft getretene Arbeitszeitverordnung, die Richtlinie 2003/88/EG und diverse Entscheidungen des Europäischen Parlaments und des EU-Rates haben die höchstzulässige wöchentliche Arbeitszeit aus Gründen des Arbeitsschutzes auf 48 Stunden wöchentlich begrenzt. Die Entscheidung des EuGH, dass ein am Arbeitsort erforderlicher Bereitschaftsdienst nicht zur Ruhezeit, sondern zur Arbeitszeit im Sinne der EU-Arbeitszeitrichtlinie zählt, hat das Problem verschärft.
Einen Wechsel in ein „3x8“ oder „2x12“ Stundenmodell hätte eine Personalmehrung erfordert und auch für die Mitarbeiter Nachteile wie zum Beispiel die vermehrte Fahrt zur Arbeit gebracht. Somit wurde den Mitarbeitern die Möglichkeit der „Opt-Out-Regelung“ angeboten.
Diese zeitlich begrenzte Einzelregelung ermöglicht es dem Feuerwehrbeamten, freiwillig 56 Stunden je Woche zu arbeiten und somit den Erhalt der 24-Stunden-Schicht zu sichern.
 
Auch wurde zum 01.01.2009 der bisherige 3-Schicht Betrieb (25 Feuerwehrbeamte je Schicht) auf ein 2-Schicht-Modell umgestellt (38 Feuerwehrbeamte je Schicht).
 
Ausschlaggebend hierfür waren unter Anderem folgende Argumente: 
 

  1. Regelmäßige und zuverlässige Sicherstellung der Sollbesetzung
    Schwankungen in der Wachstärke können besser ausgeglichen werden.
  2. Vermeidung von Unterbesetzung (Gefährdung der Sicherheit)
    Durch die Einführung von „Verfügern“ wird eine Unterbesetzung vermieden.
  3. Vermeidung von Überbesetzung (Unwirtschaftlichkeit)
    Durch die Deckelung der Schichtstärke entstehen keine Wachstärkenspitzen in urlaubsarmen Zeiten.
  4. Größere Flexibilität für die Mitarbeiter bei der Gestaltung des persönlichen Jahresdienstplanes
    Die Mitarbeiter sind nicht in ein starres Schichtmodell eingeteilt (Mo, Do, Sa, …)
  5. Höhere Verfügbarkeit einzelner Mitarbeiter
    Durch die Reduktion von drei auf zwei Wachabteilungen stehen pro Wachtag mehr Mitarbeiter zur freien Verfügung.
  6. Einfachere Sicherstellung der Sonderfunktionen (Taucher, Höhenrettung, Rettungsassistenten) da größerer verfügbarer Personalpool.
    Altersbedingte Ausfälle und Einschränkungen sind leichter kompensierbar, da mehr gleich qualifizierte Mitarbeiter in einer Wachabteilung zur Verfügung stehen.
  7. Unabhängig von Opt-Out-Regelung (Arbeitszeitverordnung Feuerwehr)
    Mögliche weitere Änderungen der Gesetzeslage zur Einführung der 48-Stunden-Woche sind leichter umsetzbar.
  8. Spezielle Alterspyramide
    Folgen der demografischen Entwicklung bei der Feuerwehr sind nicht nur mit dem angeführten Zweischichtmodell zu bewältigen sondern müssen auch durch Neueinstellung kompensiert werden. 
  9. Flexiblere Gestaltung der Ausbildung durch Blockschulungen
    Durch die Vermeidung von Überbesetzungen ist die Einführung von Blockschulungen möglich (Qualitätsstandard)
  10. Planbarere Arbeitsdienstzeiten durch Umlagerung in Ausbildungsblöcke (Tauchen, Höhenrettung, Rettungsdienst)
    Durch die gezielte Ausbildung in Blöcken und strukturierter Wachausbildung werden zusammenhängende Zeiten für Arbeiten in den Werkstätten oder Sachgebieten geschaffen. 

Für weitergehende Fragen zum Schichtmodell Ingolstadt, stehen Ihnen die Mitarbeiter des Sachgebietes Einsatz- und Organisation gerne zur Verfügung.